
Warum unsere Papiertonnen so schnell voll sind
Ein Blick auf die Müllstellplätze genügt: Übervolle Papiertonnen sind leider keine Seltenheit. Viele vermuten, der Online-Handel sei der einzige Schuldige, doch laut Torsten Kunze, dem Werkleiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft des Landkreises Spree-Neiße, steckt mehr dahinter. Das Abfallaufkommen ist zwar gestiegen, aber auch unser Verhalten spielt eine große Rolle.
Die Fakten: Warum Kartons zum Problem werden
Untersuchungen des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) zeigen ein deutliches Bild:
- Verpackungen machen bis zu 70 Prozent des Volumens aus, wiegen aber nur etwa 30 Prozent.
- Früher bestand unser Papiermüll zu 86 Prozent aus Druckerzeugnissen (Zeitungen, Werbung).
- Heute landen Kartons oft unzerkleinert in der Tonne, was das Volumen unnötig in die Höhe treibt.
So helfen Sie mit: Einfache Tipps zur Müllentsorgung
Die Abfallentsorger appellieren an jeden Bürger: Bitte zerkleinern oder falten Sie Pappkartons konsequent, bevor Sie diese in die blaue Tonne werfen! Nur so bleibt das Volumen gering und die Tonnen sind nicht vorzeitig blockiert.
Muss ich eine neue Tonne beantragen?
Laut Herrn Kunze ist es in der Regel nicht nötig, sofort zusätzliche Tonnen anzufordern. Wenn Sie Kartons konsequent falten, sparen Sie wertvollen Platz für alle. Sollte das Volumen dennoch dauerhaft nicht ausreichen, besteht natürlich die Möglichkeit, zusätzliche Papierbehälter zu beantragen oder das Altpapier an einem der fünf Wertstoffhöfe abzugeben.
Das gesammelte Material wird übrigens einer Sortieranlage zugeführt und an Papierfabriken verkauft. Die Erlöse fließen zurück in die Abfallwirtschaft und tragen dazu bei, die Gebühren für uns alle stabil zu halten.




